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5. Alzheimertag in Weimar 24.09.2005

alle Vorträge zum Nachschlagen im PDF-Format

Die Alzheimer Gesellschaft Thüringen e.V. führte am 24.09.2005 ihren 5. Alzheimer Tag in Weimar in der Marie-Seebach-Stiftung durch. Die Themen der Fachtagung beinhalteten Betreuungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, die Ernährung demenziell erkrankter Menschen und die Trauer- und Sterbebegleitung. Neben den Fachbeiträgen gab es Informationsstände. Unter den ca. 90 Teilnehmern waren Angehörige von demenzerkrankten Menschen, Ärzte, Pflegefachkräfte von ambulanten und stationären Einrichtungen, sowie Sozialarbeiter.

Nachdem die Vorstandsvorsitzende Frau Barbara Lösch die Tagung eröffnet hatte, sprach Herr Minister Dr. Zeh, vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit in seinem Grußwort die Situation von Demenzerkrankten und den pflegenden Angehörigen an.

Das Thema Betreuungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten ist für pflegende Angehörige, für die ambulante Pflege sowie auch für die stationäre Pflege ein sehr relevantes Thema, weil im Laufe der Erkrankung die individuellen Betreuungsmöglichkeiten angepasst werden müssen. Die kognitiven, motorischen und kommunikativen Fähigkeiten nehmen im Laufe der Erkrankung ab. Im fortgeschrittenen Stadium ist die selbstständige Lebensführung, wie z.B. das Einkaufen, das Zubereiten von Mahlzeiten oder die Beschäftigung nicht mehr möglich. Um diesen Prozess zu verlangsamen bzw. zu mindern gibt es vielfältige Möglichkeiten einer medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapie. Im Forum wurden drei verschiedene nichtmedikamentöse Therapien vorgestellt. Zum einen die Vielfältigkeit der Psychomotorik als Aktivierungsvariante, dann die Biografie- und Erinnerungsarbeit sowie die Tiertherapie mit demenzerkrankten Menschen. Allgemeine Zielstellung ist es, durch verschiedene Formen der Aktivierung und Reaktivierung, Erinnerungsarbeit und Ausschöpfung verschiedener Stimmulanten die Sinne des Erkrankten anzuregen, das Selbstwertgefühl zu stärken, Sinnhaftigkeit im Tun zu erfahren und eine soziale Isolation zu verhindern.

Zur Psychomotorik als Aktivierungsvariante, referierte Frau Schumann – Motopädin im Senioren Pflegeheim Franz-Lenzner in Gera. Sie erklärte, dass durch im Wechsel eingesetzte Stimulantien und Aktivitäten der gesamte Körper angesprochen wird. Der Therapeut stellt sich flexibel auf die erkrankten Menschen ein und eruiert wo er sie gedanklich am Besten erreicht, bzw. eine verbale oder nonverbale Kommunikation stattfinden kann.

Frau Pauligk, Einrichtungsleiterin des AWO Pflegeheimes in Bad Frankenhausen stellte die Biografie und Erinnerungsarbeit vor. Sie erklärte beispielhaft an mehren Ereignissen, was durch Biografiearbeit erreicht werden kann. Weiterhin betonte Frau Pauligk, dass durch Biografie- und Erinnerungsarbeit ein Zugang zur erkrankten Person mit erreicht werden kann. Durch diesen Ansatz werden „verschüttete“ Ressourcen von bestimmten Erinnerungen / Fähigkeiten wach.
Es kann eine emotionale Annäherung stattfinden und es ist oft die einzigste Möglichkeit einer Kommunikation. Sie schloss den Beitrag mit dem Zitat „Unsere Alten sind nicht die Bastelgeneration, sondern die Brotarbeitergeneration“.

Der Vortrag von Frau Schröder, Ernährungswissenschaftlerin im AWO Landesverband Thüringen e.V, über die Ernährung demenziell erkrankter Menschen gehalten, weckte großes Interesse bei allen Teilnehmern. Sie ging neben dem Hauptthema, die Ernährung bei demenziell erkrankten Menschen, auch auf das Publikum ein, was gesunde Ernährung für jeden Einzelnen bedeutet. Sie gab wertvolle Tipps zur Verbesserung der Ernährung bei Demenzerkrankten, deren Essgewohnheiten und das die Gestaltung des Umfeldes, z.B. deutliche Kontraste bei der Tischdekoration, für den Erkrankten wesentlich ist. Wichtig ist „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen „.

Die Tiertherapie/Hippotherapie von Herrn Kellner und Frau Diezel von der Heinrich-Mann Klinik Bad Liebenstein zeigten, dass bewusstes Einsetzen von Tieren die gesamten Sinne anregt, hilft, die Bewegung wieder herzustellen oder Lebensfreude zu wecken.
Der letzte Beitrag beschäftigte sich mit Sterbe- und Trauerbegleitung. Frau Scheler, Koordinatorin für Hospizarbeit bei der Volkssolidarität Suhl, berichtete aus ihrer eigenen praktischen Tätigkeit und schloss mit einem nachdenklich anmutenden Gedicht „Gedanken im Krankenzimmer“.

Im Anschluss an die Fachtagung fand die Mitgliederversammlung der Alzheimer Gesellschaft Thüringen e.V. statt.

 

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Frühe Demenz/Demenz in jungen Jahren: Gleichgesinnte für Austausch gesucht
Immer mehr erreichen uns Beratungsanfragen von Menschen bzw. ihren Angehörigen, welche bereits in jüngeren Jahren an Demenz erkranken.
Sie sind Angehöriger oder Betroffener? Sie möchten Sich mit Menschen, den es ähnlich ergeht, austauschen? Sie können sich vorstellen, dies auch digital zu tun?
Dann melden Sie sich gern bei der Alzheimer Gesellschaft Thüringen e.V. ; Telefon. 0361/60255744. Gerne würden wir, mit Ihnen und für Sie, eine Gruppe eröffnen.
 
Welt-Alzheimertag am 19. September 2021

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